Tag 56: Von Silistra nach … irgendwo auf einer Sandbank – 42 km – 5:00 Stunden – 8956 Paddelschläge – Gesamtkilometerstand: 2124,9 km

Tag 56: Von Silistra nach … irgendwo auf einer Sandbank – 42 km – 5:00 Stunden – 8956 Paddelschläge – Gesamtkilometerstand: 2124,9 km

Die Geschichte Rumäniens ist stark vom Rückgriff auf die Epoche der Römer geprägt, was sich auch im Namen Rumänien oder rum. România (frz. Roumanie; engl. Romania) widerspiegelt. Romania war in der Spätantike eine übliche Bezeichnung für das Römische Reich, im Mittelalter für das Gebiet des Byzantinischen Reichs. Die auf dem Gebiet des späteren Rumänien ansässigen Daker wurden 106 n. Chr. durch Trajan in das Römische Reich eingegliedert und sprachlich sowie kulturell romanisiert. 271 wurden die römischen Truppen ans rechte Donauufer zurückgezogen. In den folgenden Jahrhunderten erfolgte mit der bulgarischen Herrschaft die Christianisierung und es setzte sich das kyrillische Alphabet durch, das 1862 allmählich zugunsten des lateinischen Schriftsystems abgeschafft wurde.

Angesichts des Einfalls germanischer Völker zog sich die Verwaltung des römischen Reichs aus Dakien zurück. Die letzten Stellungen nördlich der Donau wurden während der Regierungszeit Aurelians (270–275) aufgegeben. Es folgten mehrere Wellen von Wanderungsbewegungen, darunter zunächst die der Westgoten und der Gepiden, dann im 7. Jahrhundert die der Slawen, überwiegend Siedler, die das Tiefland des heutigen Rumäniens kolonisierten. Sie kamen in Kontakt mit der dako-romanischen Bevölkerung, die noch im Hochland lebte, und wurden im Laufe eines jahrhundertelangem Zusammenlebens assimiliert. Auch viele Kriegerstämme zogen durch das rumänische Territorium, so die Hunnen, die Protobulgaren, die Magyaren im 9. Jahrhundert und die Tataren im 13. Jahrhundert (siehe auch Völkerwanderung).

Es gibt keine schriftlichen Nachweise für die Existenz von „Proto-Rumänen“ in der Gegend nördlich der Donau für das Jahrhundert nach Roms Rückzug aus Dakien. Es gibt aber wohl auch keinen Beweis für das Gegenteil. Dieser Umstand ist Grund für eine jahrhundertelange Fehde um Siebenbürgen zwischen rumänischen und ungarischen Historikern.

Einige Historiker behaupten, die Rumänen stammten tatsächlich nicht von den romanisierten Dakern ab, sondern kämen von südlich der Donau und hätten sich im heutigen Gebiet Rumäniens niedergelassen. (Zu dieser Debatte siehe: Dako-romanische Kontinuitätstheorie.)

Andere Historiker erklären das Fehlen schriftlicher Beweismaterialien mit dem Fehlen einer organisierten lokalen Verwaltung bis zum 12. Jahrhundert und dadurch, dass die Mongolen beim Plündern des Gebiets im Jahr 1241 jegliche existierenden Aufzeichnungen vernichtet hätten (siehe auch Nichtorganisierter Staat).

 

Pascal hatte heute entgegen seines Planes einen eher bürokratischen Tag hinter sich. Er startete gegen 10:00 Uhr zu erst zum ausklarien in Bulgarien, schon nach einer halben Stunde war alles fertig und er ging flux weiter zum Amt in Rumänien – aber es fehlte ein Stempel…

Schon einmal sreifte Pascal Rumänien, bevor er in Bulgarien weiter paddelte und die Bulgaren erklärten ihm, daß er ohne weiteres seine Reise fortführen könne, ohne viel Bürokratie… diese Meinung teilten die Rumänen heute jedoch nicht.

Freundlich aber gewissenhaft gingen sie alle zusammen auf die Suche nach dem fehlenden Stempel.

Geschlagene, jedoch erholsame vier Stunden später gab es einen Durchbruch – Pascal durfte endlich weiter – er startete also um 15:00 Uhr mit seinem zweiten Versuch seinem erhofften Tagesziel etwas näher zu kommen.

Dank des kräftigen Rückenwindes konnte er tatsächlich mit einer flotten Durchschnittsgeschwindigkeit um die 10 Std/h insgesamt noch 42 Kilometer zurück legen. (Wie man eindrucksvoll auf dem Live Track beobachten konnte)

Bei einem herrlichen Sonnenuntergang Ende Flusskilometer 332 irgendwo auf einer Sandbank – (in der Naehe von Mirleanu (?)) entschied er sich anzulegen und so schlug Pascal sein Zelt auf, legte Isomatte und Schlafsack aus und gönnte sich nun ein selbstgemachtes Abendessen mit Blick auf die Donau in einer ruhigen und schönen Natur.

Nur kurz wurde diese Idylle unterbrochen, zwei Angler legten an und waren verblüfft von dem mutigen Fremden, der sich traut auf einer Sandbank zu nächtigen und der hoffentlich nicht abgetrieben würde heute Nacht…

Doch endlich steckte Pascal seine Füße in den warmen Sand und wurde sogleich noch mit einem klaren Sternenhimmel belohnt. Beneidenswert. DS

 

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